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Zum Ende der Seite springen Zeckenbiss: FSME und Borreliose
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Peter-W. Gester
In Memoriam: Georgia O'Keeffe und Alfred Stieglitz


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Dabei seit: 08.01.2004
Beiträge: 862

Zeckenbiss: FSME und Borreliose Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Dieses Thema hat zunächst direkt nix mit dieser Kategorie zu tun, ausser was man sich alles in der freien Natur beim Joggen (gerade in Südwest-Deutschland) einfangen kann.
In planet-wissen.de wurde die Gefahr nochmal deutlich dargestellt. Die (drei) Fälle die ich allein aus meinem persönlichen Umfeld kenne, sind eh schaurig, schwere gesundheitliche Beinträchtigungen, monatelanges Sichtum bis zur Vollinvalidität.
gerade nach dem milden Winter wird eine wahre Zeckenplage erwartet.
Gegen FSME hilft nur die Impfung (werde ich sofort machen lassen) und gegen Borreliose die frühe (und richtige) Therapie:

http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,...,,,,,,,,,,.html

Weitere Links und Tipps:
http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel,,...,,,,,,,,,,.html

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pwgester.de
17.03.2007 09:51 Peter-W. Gester ist offline E-Mail an Peter-W. Gester senden Homepage von Peter-W. Gester Beiträge von Peter-W. Gester suchen Nehmen Sie Peter-W. Gester in Ihre Freundesliste auf AIM-Name von Peter-W. Gester: peterwgester
Sabine Wackenroder
Mitglied


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Dabei seit: 21.04.2004
Beiträge: 29

RE: Zeckenbiss: FSME und Borreliose Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hurra ich lebe noch/wieder!
Nachdem ich aus dem Gröbsten raus bin, hier ein praktisches Beispiel, wie das Leben so spielt mit Borreliose.

Im Frühjahr 2006 bildete sich im Laufe von drei Wochen ein lilafarbenes Ei an meiner rechten Wade. Bis dahin war ich, abgesehen von einem Achillessehnenabriss, vom deutschen Gesundheitswesen verschont geblieben, fragte mich häufig auch, wozu ich die horrenden Kassenbeiträge bezahle. Heute weiß ich das, vieles davon hätte ich mir gerne erspart.

Das Ei bekam ungefähr so viel Aufmerksamkeit, wie ein riesiger Pickel auf der Nase, jeder Zweite sprach mich darauf an. Nur mein Gatte sprach irgendwann nicht mehr mit mir, nachdem mehrere Versuche gescheitert waren, mich dem Arzt zuzuführen. Geht wieder weg, ich hab nix, hatte noch nie was..........

Eine reizende Kundin teilte mir mit, sie wüsste, um was es sich handelt, nennt sich Nekrose oder so, wäre unangenehm. Googeln Sie das mal, lachen geht dann nicht mehr. Ich ging also zu meinem Hausarzt, der gelangweilt an dem Ei herumfingerte, in mehreren Büchern blätterte und eine Salbe empfahl.

Wir flogen nach Kanada, mir war ständig schwindelig, ich redete zusammenhangloses Zeug, meine Gelenke schmerzten. Alles nicht typisch für mich, mein Gatte kochte.
In der letzten Urlaubswoche konnte ich morgens nicht mehr richtig aufstehen oder die Hände bewegen. Mein Gatte explodierte und presste mir das Versprechen ab, nochmal zum Arzt zu gehen. Dieser untersuchte mich auf Rheuma und psychosomatische Beschwerden. In meinem Beruf bla bla. Ich müsste auch lernen zuzulassen, dass der Stress seinen Tribut ja ja. Ergebnis: das Labor fand kein Rheuma, jedenfalls nicht bei mir.

In der Woche darauf traf ich einen Kollegen aus afrikanischen Zeiten, der meinte, mich kaum wiederzuerkennen. Ich dachte das wäre ein Kompliment....man will sich ja weiter entwickeln. Nach einem Blick auf mein lila Zubehör stellte er nüchtern fest: nennt sich Wanderröte, ist ein Signal für Borreliose. Ich dachte, das wäre die Krankheit, die der Mensch bekommt, wenn er verdorbenes Dosenfutter isst.

Wieder zum Arzt, der sehr nur zögerlich bereit war, Blut abzunehmen, dieser Test wäre sehr teuer. Ich versuche zu argumentieren, erinnere mich kurz, welche wertvollen Tipps mir die Sizilianerinnen gaben, und explodiere.

Man würde mich bei Erhalt des Ergebnisses informieren. Tipp von mir: von wegen - also immer am Ball bleiben, auch wenn die Damen Arztpraxis scharf ausatmen, wenn man sich am Telefon meldet. Nach vier Tagen ist das Ergebnis da. Das Labor hat es in drei Farben markiert - das letzte Mal als mich Mitarbeiterinnen des medizinischen Personal derart mitleidig angesehen haben war, als ich bemerkte: "Ich habe drei Jahre in Afrika gearbeitet und möchte gründlich untersucht werden."

Der Arzt liest das Ergebnis zum ersten Mal, meditiert über Maßnahmen.Noch ein Tipp: genau überlegen, ob man sich informieren will, und wenn das der Fall ist: mit dem Arzt schonend umgehen. Ich bekomme hammerartige Antibiotika verschrieben und werde krank geschrieben. Nach einer Woche Therapie liege ich nur noch auf dem Sofa, jeglich Verdauungsfunktion kommt zum Erliegen. Die Lektüre von Büchern und Internetforen verursacht Heulkrämpfe, Verfolgungswahn und eine unglaubliche Wut. Mein Gatte bekommt einen Vorgeschmack auf das, was nun in den Wechseljahren.....anderes Thema.

Nach 21 Tagen Therapie bin ich ein Wrack aber die Sommerferien sind vorbei und, hurra, die Schule beginnt und meine Privatkunden stehen braun gebrannt vor der Haustür. Ich sage alle Termine ab, mein Verständnis und Humor haben erheblichen Erholungsbedarf. Ich frage zart beim Arzt, wann denn die nächste Laborprobe......das Budget....ich biete Selbstzahlung an. Die Probe ist negativ, meine gewiefte Frauenärztin meint aber, das hieße gar nichts.

Ich surfe nächtelang im Internet und habe alle Symptome, die ich dort finde. Kopfschmerzen heißt weder Hormone noch Rotwein, sondern Borrelien im Kopf. Magen- und Darmprobleme arten in den Befall der Körperfresser aus. Meine Kollegen fanden mich früher lustiger, mein Arbeitgeber produktiver. Meine Ehe kann nur noch mit Endzeitstimmung beschrieben werden.

Im Sommer 2007 klappe ich zusammen, hab's, wie meine Mutter zu sagen pflegt, an den Nerven. Die Borreliose-Selbsthilfe kann eben auch nur begrenzt helfen, es gibt in Deutschland keine Experten. Ich bin fünf Wochen krank geschrieben wegen Nerven. Danach fliege ich nach Ottawa, eine Freundin hat einen stinknormalen Internisten in der Nachbarschaft- der Kanadier kennt das Thema Zecken schon länger. Man krempelt mein Inneres nach außen. Wieder Medikamente und vor allem: endlich Erklärungen!

Im Frühjahr 2008 zerschneidet mir eine unsachgemäß geöffnete Proseccoflasche den Daumen, ich habe Glück in jeder Hinsicht. Haarscharf an großen Blutgefäßen vorbei und der notdiensthabende Arzt im nächsten Dorf ist freundlich, warmherzig und kompetent (älter eben). Ich wechsle den Arzt.

Und, Wunder über Wunder, ich kann die nötigen Nachuntersuchungen sofort bei ihm durchführen lassen. Ja, doch es gibt auch hier Labore und Ärzte, man müsste sich ärztlicherseits nur darum kümmern. Also wird mein Blut nach Ettlingen bei Karlsruhe geschickt, kostet mich 90 Euro, und der Befund ist organspezifisch und detailliert.

Als Nachsorgemaßnahme suche ich sämtliche Fachärzte auf, die mich von innen beleuchten, meinem neuen Hausarzt war das nicht zu teuer, und nach Auswertung aller Ergebnis fällt ein Panzer von mir, mein Gatte und ich verschieben die Scheidung, ich belohne mich mit allem, wovon ich dachte, dass ich es nicht mehr brauchen werde.

Im Nachgespräch teilt mir der Arzt mit, dass ich in meinem Zustand nun noch eine Profiboxerkarriere anfangen kann, so unverschämt gut sind meine Blutwerte. Muss ja nicht sein, außerdem bedarf es regelmäßiger Nachsorge.....denn Borrelien sind hartnäckige Biester, die Schläferqualitäten haben.

Das Gute im Schlechten: was mir wichtig ist, ist geklärter denn je!

__________________
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Sabine Wackenroder
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D-65817 Eppstein/Germany
Telefon +49-(0)6198-577193
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11.09.2008 15:57 Sabine Wackenroder ist offline E-Mail an Sabine Wackenroder senden Homepage von Sabine Wackenroder Beiträge von Sabine Wackenroder suchen Nehmen Sie Sabine Wackenroder in Ihre Freundesliste auf
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